BUCHUNG

Format: 21/05/2017
Format: 21/05/2017

Schlosspark

Das Schloss ist von einem englischen Park umgeben, in dem eine Barockstatue des hl. Agasius aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts und ein Bildstock aus dem 17. Jahrhundert stehen. Einen Bestandteil der umfangreichen Denkmal- und Bauerneuerung des Schlosses in Herálec stellte auch die Revitalisierung des Schlossparkes dar, während der es zur Wiederherstellung der historischen Komposition und der gattungsmäßigen Struktur der Pflanzenarten kam. Nach den erhaltenen historischen Urkunden wurde das Kreisparterre und in einer vereinfachten Form der historische Rundweg erneuert.

Gleich am Haupteingang in den Schlosspark gehen wir an einer schönen Dominante - einer Rotbuche vorbei. Wenn wir weiter in den Park gehen, befinden wir uns in einem Waldpark mit einer grasigen Oberfläche und mit reich verzweigten Baumkronen über dem Kopf. Hinter dem Schloss finden wir einen offenen entlastenden Raum, dem alte solitäre Lindenbäume (wahrscheinlich der Rest einer Achsenallee) dominieren und die zentrale Grasfläche ist von Laubbaum- und Nadelbaumgruppen begrenzt. Sie wirkt nicht als geschlossen, im Gegenteil, sie vergrößert optisch den Raum und verbindet ihn in natürlicher Weise mit anderen Schattenteilen des Parks. Im Park sind mehrere gattungsmäßig interessante Solitäre zu sehen, zum Beispiel: schlitzblättrige Rosskastanie, Edelkastanie, farnblättrige Buchen, Eichen, Tulpenbaum... 

Durch eine Benchmark-Studie, die im August bis Oktober 2009 durchgeführt wurde, wurden im Park mehr als vierzig Vogelarten festgestellt, von denen die meisten auf dem Parkgebiet auch nisten. Die in der Spätsommer- und Herbstzeit durchgeführte Untersuchung erfasste ganz sicher nicht alle nistenden Arten und man kann daher voraussetzen, dass ihre Anzahl noch grösser ist. Aus der ornithologischen Sicht erscheint am bedeutendsten die Anzahl der Vögel, die an die Baumhohlräume gebunden sind (Kleiber, Kletterer, Meisen, Waldkäuze etc.). Zu den wichtigsten Parkfunktionen gehört seine ökologisch-stabilisierende Funktion und zwar damit, dass der Park durch seine gatungsmäßige Struktur zur Erhöhung der Umgebungsvielfalt beiträgt. Es handelt sich um ein wichtiges Biotop für Tiere, die an Ökosysteme mit der Anwesenheit der jahrhundertealten Gehölze gebunden sind - nicht nur für Vögel, sondern auch für kleine Säugetiere, Fledermäuse, Eichhörnchen und nicht zuletzt auch für Insekte. Die Erneuerung des Schlossparkes ist so entworfen, dass es zur Verletzung dieser Biotope nicht kommt, und auch die Baumbehandlung wurde auf eine natürlich schonende Art durchgeführt.

Die Revitalisierung des Schlossparkes wurde mit der finanziellen Unterstützung der Europäischen Union/des Kohäsionsfonds, des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und des Staatlichen Fonds für Umweltschutz mittels des operationellen Programmes Umwelt realisiert.